Ausblick ins Tal vom Montserrat

Spektakuläre Höhen und Tiefe Bässe

am 18. Sep 2017 in Freizeit
Ein Kommentar

Mittwoch, 13. September 2017, Donnerstag, 14. September 2017 & Freitag, 15. September 2017

Am Mittwoch folgte nach der Arbeit wieder einmal der Gang zum Strand. Da die Wassertemperatur weiterhin angenehm warm ist und jetzt etwas weniger Touristen am Strand sind, kann man die Zeit umso mehr genießen. Lediglich die dauernden Schreie der Wasser- und Bierverkäufer nerven etwas. Bevor es wieder nach Hause ging, unternahmen wir einen abendlichen Spaziergang entlang der Strandpromenade. Dort fanden wir auch das Casino von Barcelona.

Der Donnerstag bot außerhalb der täglichen Arbeit am Projekt keine besonderen Ereignisse. Am Abend wurde, wie jeden Tag, gekocht. Wieder einmal entschlossen wir uns für einen Meeresfrüchte-Gemüse-Eintopf.

Meeresfrüche mit Gemüse und Nudeln

Da der Freitag leider ziemlich verregnet war und die Temperatur erstmals unter 20 Grad fiel, konnten wir nichts unternehmen. Die Zeit nutzten wir trotzdem für das Auswählen der Tagesziele für Samstag und Sonntag. Da für Samstag ein gutes Wetter vorhergesagt war, beschlossen wir eine schon lange geplante Reise vorzunehmen. Der etwas weiter außerhalb der Stadt gelegene Berg Montserrat wollte endlich besucht werden. Der Montserrat sollte laut Internet-Rezensionen ein Highlight für Bergbegeisterte und Aussichtsliebende, sowie Gläubige darstellen. Unter anderem diese tollen Erfahrungsberichte bewegten uns schließlich für den Antritt unserer ersten kostenpflichtigen Sehenswürdigkeit.

Samstag, 16. September 2017

Ziemlich früh riss uns der Wecker aus dem Schlaf, um die einstündige Reise zum Montserrat antreten zu können. Nach der U-Bahn-Fahrt zum Plaça d’Espanya galt es Tickets für die Weiterfahrt zum Montserrat, welcher weit außerhalb des Gültigkeitsbereiches unserer Öffi-Tickets liegt, zu besorgen. Eine kurze Rücksprache mit dem freundlichen und englischsprechenden Personal am Bahnhof offenbarte zwei Möglichkeiten. Man konnte im Ticket auswählen, ob man mit der Zahnradbahn oder der Seilbahn auf die erste Etappe des Berges möchte. Wir entschieden uns schließlich für die Variante mit der Seilbahn, da man dabei einen besseren Ausblick erhält und die Fahrtdauer kürzer ist.

Mit dem Ticket im Rucksack ging es voller Vorfreude auf die luftigen Höhen auch schon in den Zug Richtung Motserrat. Nach etwa einer Stunde kamen wir bei der Station “Montserrat Aeri” an. Kurze Zeit später standen wir in der Gondel und die Fahrt begann. Obwohl die Spitze des Berges noch in Wolken gehüllt war, wussten wir bereits, dass es ab 14 Uhr aufklaren sollte.

Verwöhnt durch die letzten beiden Wochen bei meist strahlendem Sonnenschein fielen uns beim Ausstieg am Berg zuerst die kühlen Temperaturen auf, welche bei einer Höhe von etwa 700 Metern auf der ersten Ebene des Berges auch kein Wunder waren. Gut vorbereitet hatten wir natürlich an warme Kleidung und Pullover gedacht. Da der Himmel noch bedeckt war, besuchten wir zuerst das Kloster neben der Ausstiegsstation. Dieses Kloster stellt eine Pilgerstätte für viele Gläubige dar, welche nach etwa zweistündigem Warten in der Schlange die Madonnenfigur im Kloster berühren können. Die Santa Maria de Montserrat, wie das Benediktinerkloster heißt, bietet abseits der Madonnenfigur auch eine wunderschöne Verzierung im inneren, sowie eine Aussichtsplattform vor dem Gebäude.

Nach einiger Zeit auf dieser Ebene des Berges klarte es tatsächlich ziemlich schnell auf und die pralle Sonne schien auf den oberen Teil des Berges. Sofort nahmen wir die Zahnradbahn, welche uns mit tollem Ausblick auf das Kloster auf die obere Ebene des Berges beförderte.

Oben angekommen führte uns der Weg zuerst in ein kleines Museum, wo auch ein Modell des gesamten Berges zu sehen war. Sofort fingen wir die einzelnen Stationen der heutigen Tour zu planen an. Zuerst sollte es auf einen ziemlich hohen Fels in Ausstiegsnähe gehen und dann wollten wir zu einem Aussichtspunkt am anderen Ende des Berges wandern.

Nach einem kleinen Snack vom Automaten folgte auch schon der steile Aufstieg auf den Fels. Zuerst folgten wir einem betonierten Weg, welcher dann vor einem Waldstück endete. Dort folgte ein ziemlich steiler Aufstieg durch ausgewaschene Gänge. Den Pullover nun doch wieder ausgezogen kamen wir nach einiger Zeit verschwitzt auf der Felsspitze an. Dort offenbarte sich uns ein unvergleichlicher Ausblick, welcher in alle Richtungen möglich war. Natürlich habe ich auch hier ein 360-Grad-Foto erstellt.


Bevor wir uns weiter auf den Weg machten haben wir noch etwas die Aussicht genossen. Das Modell noch im Hinterkopf suchten wir einen Weg vom Fels hinab zum Weg Richtung Aussichtsplattform. Zwei gescheiterte Versuche später landeten wir schließlich am richtigen Pfad, wo wir aber nicht lange blieben. Ein Abstecher auf die Hügel neben dem Weg erbrachte weitere tolle Ausblicke.

Nicht nur bei der Ankunft in der Wohnung war Benjamin der erste mit der Suche nach dem WLAN-Passwort, auch am Berg darf die obligatorische Ausschau nach einem WLAN-Netz nicht fehlen.

Benjamin bei WLAN-Suche

Schon etwas spät geworden wollten wir trotzdem noch weiter den Weg entlang, um zur Aussichtsplattform zu gelangen. Wir hatten nun unser Tempo erhöht und konnten wieder einige Zeit gut machen. Obwohl uns immer wieder einzelne Leute entgegenkamen, die sich auf den Weg nach unten machten, wollten wir unbedingt noch unser Ziel erreichen. Die Wegweiser beunruhigten uns etwas, da auf diesen 45 Minuten bis zum Ziel stand, jedoch in 70 Minuten bereits die letzte Gondel nach unten fährt und wir den Weg natürlich auch wieder zurückmüssen. Durch unser hohes Tempo konnten wir in ungefähr 25 Minuten die Plattform erreichen.

Dort angekommen erbot sich uns ein Ausblick, wie wir ihn uns niemals vorgestellt hätten. Weit und breit war nichts außer die Landschaft und der Berg zu sehen. Das Staunen ging uns nicht aus dem Gesicht und auch die anderen Personen, welche noch oben waren, grinsten von oben bis unten. Den Ausblick habe ich natürlich auch wieder festgehalten, wobei auf dem Foto nicht das komplette Gefühl, wie man es auf der Plattform hatte, aufkommt.


Einige andere Bergsteiger jausneten erschöpft auf der Plattform und einer startete sogar einen Facebook-Livestream, in dem er die atemberaubenden Eindrücke wiederspiegelte. Da wir leider viel zu spät in diese Richtung gewandert sind blieb uns leider nur sehr wenig Zeit an diesem besonderen Ort und wir begannen nur kurze Zeit später den Rückweg.

Da uns nur noch knappe 30 Minuten bis zur letzten Fahrt blieben rannten wir, wie schon am Tibidabo, zirka die Hälfte des Weges zurück. Noch rechtzeitig kamen wir bei der Bahn an und konnten den Weg nach unten nehmen. Etwa 30 000 Schritte, die wir seit dem Morgen zurückgelegt hatten, und einem abschließenden Blick auf den Berg später, ging es nun wieder eine Stunde mit dem Zug zurück in die Stadt.

Da wir nun wieder am Plaça d’Espanya angekommen waren, stand für uns das nächste heutige Ziel fest. Der Ausstiegsort sowie die Uhrzeit passten hervorragend, um zu den nächtlichen Wasserspielen am Fuße des Montjuic zu gehen. Am Weg zum Springbrunnen bekamen wir noch ein Feuerwerk zu sehen, bevor uns die Wasser- und Menschenmassen auffielen. Begeistert von den magischen Farben und den Kunstwerken der Fontänen staunten wir beinahe 30 Minuten dem Wasser entgegen.

Doch auch nach den Wasserspielen war unser Tag noch nicht ganz zu Ende. Schon lange wollten wir auch einmal bei Nacht auf einen Berg steigen und die in Kunstlicht gehüllte Stadt von oben bestaunen. Auch hierfür waren wir bereits am geeigneten Ort angekommen, denn der Montjuïc befindet sich direkt nebenan. Obwohl unsere Füße schon anfingen weh zu tun traten wir abermals den Marsch zur Burg an der Spitze des Berges an. Menschenleer konnten wir eine wunderschöne Übersicht über die gelblich gefärbte Stadt genießen.

In einiger Entfernung konnte man Blitze von Gewitterwolken erkennen, von welchen Julian direkt beim ersten Foto ein schönes Bild einfing. Er probierte es weitere Male, um auch die Verwacklung im ersten Foto zu entfernen. Einige Zeit später hatte er dann das gewünschte Ergebnis und er zeigte sich überglücklich.

Gewitterwolken mit Blitz

Bereits einige Zeit nach Mitternacht traten wir schließlich doch den Rückweg an und freuten uns über die am Wochenende rund um die Uhr fahrenden U-Bahnen, sodass wir nicht den kompletten Weg zurück zur Wohnung gehen mussten.

Abschließend ist zu diesem Tag zu sagen, dass der Montserrat mit Abstand der beste Ausflug des Praktikums war und mit großer Wahrscheinlichkeit auch bleiben wird. Noch am Berg haben wir ohne zu zögern beschlossen, dass wir auf jeden Fall ein weiteres Mal auf die Aussichtsplattform am Berg wiederkommen müssen.

Sonntag, 17. September 2017

Etwas später als sonst ging es am Sonntag aus dem Bett. Gleich beim Aufstehen bemerkten wir, dass wir gestern einiges an Strecke zurückgelegt hatten. Doch auch für diesen Tag waren verschiedene Aktivitäten geplant. Am Vormittag wollten wir die Kernzone des Parc Güell besuchen und am Nachmittag stand das Outdoor Festival “Brunch in the Park” am Programm. Doch nach kurzer Internetrecherche stand fest, dass man für die Kernzone des Parks online bestellen musste, um Tickets zu bekommen, welche für diesen tag bereits restlos ausverkauft waren. Alternativ wollten wir dann in die Sagrada Familia hinein, wo wir das selbe Problem vorfanden.

Da wir etwas unternehmen und die Zeit nicht nur in der Wohnung verbringen wollten, spazierten wir abermals zum Triumphbogen, um uns den dabei befindlichen Park und das “Cascada Monumental” anzusehen. Dort fanden wir einige Personen leidenschaftlich zu spanischer Musik tanzen.

Später gingen wir weiter zur Kathedrale von Barcelona am “Pla de la Seu”. Folgend galt es dann auch schon noch eine Kleinigkeit zu essen, bevor es (wieder einmal) auf zum Plaça d’Espanya, neben welchem das Festival stattfand, zu fahren.

Nach demselben Fußmarsch, wie am Vortag in der Nacht, erreichten wir auch schon den Eingang vom “Brunch in the Park”. Nach den Sicherheitskontrollen waren Benjamin und ich dann mittendrin im mit House Musik und Menschen gefüllten Areal. Die gesamte Veranstaltung befand sich im Parc de Montjuïc, welcher unter anderem durch die Palmen wunderschön aussieht. Als es dann einige Zeit später dunkel geworden war, zeigte die Bühne seine volle Pracht. Einige Laser und Scheinwerfer erhellten den nächtlichen Himmel und erstellten beeindruckende Formen.

Brunch in the Park

Obwohl diese Musikrichtung nicht unserer im Alltag gehörten entspricht, stellte es trotzdem eine tolle Erfahrung dar, die Jugendlichen zu diesem Genre feiern zu sehen. Auch die Musikqualität der Line-Arrays und die Bühnenshow waren sehr gut und auf jeden Fall einen Besuch wert.

Um 22 Uhr war das Festival auch schon vorbei und wir traten den Heimweg, mit einigen Tausend weiteren Personen, an.

 

Links zu den Originalfotos:

Strand und Promenade (Tag 12 + 13 + 14)

Montserrat (Tag 15)

Wasserspiele und Stadt bei Nacht (Tag 15)

Brunch in the Park (Tag 16)

Kommentare

  1. Rudolf Kashofer

    25. September 2017

    Genial Jungs, wünsch euch noch ein paar schöne Tage bevor ihr zurück in die Basis nach Ybbs kommen dürft 😉

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