Gruppenfoto vor ESDi

Projektpräsentation und Heimreise

am 3. Okt 2017 in Allgemein, Arbeit
Keine Kommentare

Während unseres Aufenthalts in Barcelona haben wir nicht nur viele Freizeitaktivitäten unternommen, auch die Arbeit hatte einen fixen Platz in unserem Alltag. Während im Blog bisher fast ausschließlich Artikel zu Freizeitaktivitäten zu finden sind, soll es in diesem letzten Blogeintrag um die Arbeit, die Wohnung und ein abschließendes Fazit zur Reise gehen.

Freitag, 29. September 2017

Der heutige Arbeitstag sollte sich von den vorangegangenen unterscheiden. Denn am heutigen Freitag steht die Projektpräsentation, sowie die Übergabe des fertigen Projektes an.

Aber zuerst: Was war überhaupt unsere Aufgabe in der Universität?

Wie bereits im Beitrag “An die Arbeit” erwähnt, begann unsere Arbeit dort mit dem Finden eines Projektes, welches für die Universität von Nutzen ist. Das war nach ungefähr zwei Tagen erledigt und wir konnten mit dem Verwirklichen unseres Projektes beginnen.

Das Projekt bestand aus einem halbtransparenten Spiegel, welcher von hinten mit einem Monitor beleuchtet wird. Dieser Monitor zeigt verschiedenste Informationen an, welche man auch im Nachhinein individuell anpassen kann. Von vorne sieht man dann sein Spiegelbild und etwas schwächer die vom Monitor dargestellten Text- und Bildzeilen durchschimmern. Der Sinn des Spiegels liegt einerseits im privaten Haushalt, wo man zum Beispiel beim Zähneputzen am Morgen Informationen zum Wetter und Nachrichten angezeigt bekommt und andererseits in öffentlichen Toiletten, wo man zum Beispiel Informationen zum Einkaufszentrum oder auch Werbung anzeigen kann. Für unseren Zweck (also die Toiletten der Schule) haben wir die Meldungen des Sekretariats, sowie das Wetter und einige Nachrichten von spanischen Medien anzeigen lassen. Leider haben wir hier den halbdurchlässigen Spiegel nicht bekommen, wodurch wir auf eine Spiegelfolie ausweichen mussten.

Der zweite Bestandteil unseres Projektes war ein Touchscreen-Interface mit einem Informationsbildschirm. Dabei war geplant, dass wir einen normalen Monitor oder Fernseher verwenden und ein Touchscreen-Interface, welches mittels USB an einen Computer angeschlossen werden kann, darüberlegen. Das Interface kann dann mit einer speziellen Software kalibriert werden, sodass die Eingaben mit dem Finger auch an der richtigen Stelle ankommen. Das Problem war hierbei jedoch, dass wir das Interface nicht rechtzeitig bekommen haben und so einen fertigen Touchscreen-Monitor verwendet haben.

Die Informationen, welche auf diesem Touch-Monitor angezeigt werden sollen lagen in verschiedensten schulischen Gebieten, wie Nachrichten vom Sekretariat, Gebäudepläne, Stundenpläne, schulische Termine in einem Kalender, sowie allgemeine Informationen, wie Wetter, Datum und Uhrzeit. Diese Informationen sollen einfach zugänglich dargestellt werden, aber auch einfach vom Sekretariat aus veränderbar sein. Der Monitor steht später in der Eingangshalle der Universität, sodass alle Studenten zugreifen können.

Touchscreen

Obwohl wir einige Teile ziemlich spät von Antonio erhalten haben, konnten wir das Projekt trotzdem wie geplant fertigstellen und alle geplanten Funktionen implementieren. Die letzten Tage verbrachten wir mit dem Schreiben einer Dokumentation, sowie Installationsanleitung, falls Personen in der Universität unser Projekt verändern oder erneut installieren möchten.

Benjamin bei der Arbeit

Übergabe und Präsentation

Am letzten Arbeitstag haben wir alle Projektbestandteile und Dokumentationen an Toni, unserem Betreuer in der Universität, übergeben und noch ein letztes Foto vor dem Haupteingang der Universität gemacht.

Gruppenfoto vor ESDi (Franc, Benjamin, Julian, Dominik, Antonio)

Da er an diesem Tag leider nicht viel Zeit hatte, konnten wir uns nicht mehr allzu lange mit ihm unterhalten, bevor wir von Mila abgeholt und zum Partnerinstitut der IT-HTL Ybbs, dem Institut Nicolau Copérnic in Terrassa, für eine Präsentation gebracht wurden.

Dort bekamen wir zuerst eine Führung durch die recht große Schule und durften anschließend unsere Ergebnisse dem Direktor und einigen Schülern in einer 15-minütigen Präsentation vorstellen. Weil am nächsten Tag das Referendum für die Unabhängigkeit Kataloniens anstand befanden sich leider nicht sehr viele Personen in der Schule, sodass unser Publikum eher klein war. Trotzdem waren die Zuhörer sehr angetan von unserer Arbeit und stellten auch einige Fragen.

Abschied

Nach der Präsentation ging es dann mit Mila zu einem nahe gelegenen Einkaufszentrum, wo sich auch ein Restaurant befand. Dort wurden wir von ihr zu einem abschließenden Mittagessen eingeladen, bevor wir etwas durch das riesige Einkaufszentrum schlenderten. Im Einkaufszentrum fielen uns die sehr niedrigen Preise im Vergleich zu Österreich auf.

Dann folgte auch schon der Abschied von Mila und der Weg zurück in die Wohnung, wo es dann ein allerletztes Mal “Proxima estació Muntaner”, also “Nächster Halt Muntaner” hieß.

Unsere Wohnung

Unser Apartment befand sich ziemlich zentral in Barcelona. Die Wohnung war in der Straße “Carrer de Munter” und lag im 2. Stock des Gebäudes. Man konnte vom Zimmer zur U-Bahn in weniger als einer Minute, was sehr angenehm für uns war. Des Weiteren konnte man von der U-Bahn-Station zum Stadtzentrum (“Placa de Catalunya”) in etwa 5 Minuten gelangen.

Die geräumige Wohnung beinhaltete drei Schlafzimmer, wovon eines mit einem Doppelbett ausgestattet war, eine Küche, ein Badezimmer, eine zusätzliche Toilette, ein großes Wohnzimmer und einen Waschraum, sowie den Eingangsbereich. In der Küche befanden sich alle notwendigen Utensilien zum tägliche Kochen. Uns gelang es sogar einmal mehr oder weniger gut einen Kuchen für Benjamins Geburtstag zu backen.

Die Wohnung erfüllte wirklich alle Bedürfnisse und vor allem die geringe Entfernung zum Stadtzentrum ließ alle Möglichkeiten am Abend und nach der Arbeit offen. Die einstündige Anreise zur Arbeitsstätte war ein verkraftbarer Kompromiss und viel besser, als eine einstündige Anreise zum Stadtzentrum.

Alles in allem war die Wohnung wirklich perfekt, ausgenommen von der Warmwasserversorgung, welche nicht gleichzeitig auf zwei Orten verwendet werden konnte, da sonst der Druck abfiel und ein Duschen unmöglich wurde. Auch der vorhandene WLAN-Router war nicht mehr der neueste, was uns aber nichts ausmachte, da wir einen eigenen kleinen WLAN-Router von Zuhause mitgenommen hatten, welcher die vollen 100MBit/s des Wohnungsanschlusses an die Geräte weitergeben konnte.

Samstag, 30. September 2017

Am Samstag stand auch schon die Heimreise nach Österreich an. Obwohl wir seit exakt 4 Wochen in der Mittelmeermetropole lebten, haben wir trotzdem noch lange nicht alles von der Stadt gesehen. Das ist auch nicht in einem Jahr möglich. Barcelona bietet so viele verschiedene Facetten und vor allem die Feierlichkeiten an den Wochenenden stellen einen Kontrast zu Österreich dar. Trotzdem freuten wir uns auch schon etwas auf die Heimat und die Freunde in Österreich, wodurch wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge ein letztes Mal zur U-Bahn-Station gingen.

Die Koffer vollgestopft ging es etwas spät Richtung Flughafen, wo wir zuerst am falschen Terminal ankamen, bevor wir die 10-minütige Busfahrt zum zweiten Terminal antraten. Durch den vortägigen Online-Check-In konnten wir uns die Warteschlange sparen und direkt unser Gepäck abgeben, wodurch wir die verlorene Zeit wieder rein bekamen und pünktlich zum Boarding erschienen.

Flughafen Barcelona

Nach dem Flug setzte sich die Heimreise im Zug fort, wo wir nach einem Monat wieder die bekannte österreichische Landschaft zu Gesicht bekamen. Am Bahnhof angelangt, erwarteten uns unsere Eltern bereits und freuten sich über unsere Rückkunft.

Fazit

Als Fazit zur Reise ist zu sagen, dass es ein einmaliges Erlebnis war und wir bei jeder Gelegenheit nochmal ein einmonatiges Praktikum im Ausland machen würden.

Die freundlichen Menschen in Spanien und die allgemein lockere Kultur, sowie das südländische Klima machten unseren Aufenthalt sehr angenehm und brachten uns tonnenweise neue Eindrücke und Erfahrungen. Auch das Schulsystem und die Schuluniformen vor Ort sind uns nun sehr viel geläufiger.

Obwohl wir drei uns vorher noch nicht sehr gut kannten, hatten wir auf der Reise sehr viel Spaß und kamen friedlich miteinander aus. Heute sind wir alle gute Freunde und werden mit Sicherheit öfter etwas zusammen unternehmen.

Obgleich wir uns vielleicht nicht die beste Zeit für eine Reise nach Barcelona ausgesucht haben, hatten wir nie ein Gefühl der Unsicherheit. Auch von den Demonstrationen zum bevorstehenden Referendum bekamen wir nur peripher etwas mit und sie schränkten uns und die Feierlichkeiten vor Ort auch in keinster Weise ein.

Abschließend möchten wir uns noch bei allen Beteiligten für die Unterstützung vor und während der Reise bedanken. Besonderen Dank möchten wir an Herrn Professor Pölzl für die wirklich tolle Organisation und der Abwicklung der Formalitäten, Mila für die Koordination vor Ort, sowie unseren Eltern für deren Vertrauen und Unterstützung richten.

 

Links zu den Originalfotos:

Projektpräsentation und Heimreise (Tag 28 + 29)