Wir bekommen Besuch

Dieses Wochenende sollte etwas Abwechslung in unseren gewohnten Arbeits- und Sightseeing-Alltag bringen – wir bekommen Besuch aus unserer Heimat. Voll ausgestattet mit einem selbst entworfenen “Willkommenschild” begeben wir uns schon viel zu früh zum Flughafen, um die 16 Schüler der HTL und HAK, begleitet von Frau Prof. Maurer-Panstingl und Frau Prof. Reiter, abzuholen. Die Gruppe ist im Rahmen einer Sprach- und Kulturreise in Barcelona, bei welcher wir – als mittlerweile eingefleischte Katalanen – als Guides fungieren dürfen. An diesem ersten Abend mit unseren österreichischen Gästen suchen wir uns ein nettes spanisches Restaurant in Barcelonas Szeneviertel Gràcia, in welchem sich auch die Unterkunft der Gruppe befindet. Nach dem Essen trennen sich unsere Wege – während die Schüler sich in ihr Hostel begeben, um für den nächsten Tag in der Sprachschule fit zu sein, besuchen wir eine Bar namens Brewdog. In dem zum größten unabhängigen Brauerei-Unternehmen Schottlands gehörenden Bier-Lokal kann man zwischen mehr als 30 selbstgebrauten Sorten wählen. Ein Geheimtipp für jeden Bierliebhaber 😉

Am Samstag begeben wir uns erneut – wie auch bereits am letzten Wochenende – auf den Weg in den Park Güell. Dieses Mal steht allerdings die Monumentalzone des Geländes auf dem Programm. Direkt nach dem Eintritt in die seit 2013 kostenpflichtige Kernzone betreten wir den Plaça de la Natura. Der ursprünglich als Teatre Grec bezeichnete und für Open-Air-Veranstaltungen geplante Platz ist heute vor allem für seine künstlerisch mit Mosaik verzierte Sitzbank bekannt, die dessen gesamte Fläche abgrenzt und für Touristen ein beliebtes Fotomotiv darstellt.

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Unser erstes Gruppenbild – am Plaça de la Natura

Weiter geht es über die L’escalinata del drac, eine kunstvolle Doppeltreppe, in deren Mitte ein aus Stein gemeißelter, mit buntem Mosaik verzierter Salamander thront. Die Stiege führt uns zum Haupteingang des Parks, bei welchem sich zwei Pavillons befinden, die einst als Pförtnerloge verwendet wurden. Die Dächer der beiden Gebäude, die einst von Gaudí persönlich erbaut wurden, bestehen aus traditionellen katalanischen Tonziegeln, bedeckt von farbigen Fliesenscherben.

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Park Güell

Nach unserer Tour durch den Park geht es für uns nun zum größten Werk des spanischen Architekten Antoni Gaudí – der Sagrada Família. Mit ihren riesigen Ausmaßen ist die Basilika für viele das wohl berühmteste Wahrzeichen der Stadt. Nachdem im Jahre 1882 der Bau im Stadtviertel Eixample begonnen wurde, widmete Gaudí den Rest seines Lebens einzig und allein der Planung und Führung der Bauarbeiten, bis er im Jahre 1926 verstarb. 2026 – genau 100 Jahre nach seinem Tod – soll die bis dahin höchste Kirche der Welt nach über 140 Jahren Bauzeit fertiggestellt werden. Beeindruckt von den Details im Mauerwerk der Außenfassade begeben wir uns in den Innenraum der Sagrada Família und werden vom Farbenspiel der durch die bunten Glasfenster treffenden Sonnenstrahlen überwältigt.

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Sagrada Família

Nach dieser Besichtigung der Basilika fahren wir mit der Metro bis zum Plaça d’Espanya. Nach einem 5-minütigen Fußmarsch erreichen wir den Font Màgica. Seine wahrhaft magische Wirkung entfaltet der Brunnen mit seiner enormen Grundfläche von 50 x 65 Meter aber erst wenn es dunkel wird – denn dann beginnt hier am Fuße des Montjuïc ein besonderes Spektakel. Unter der atemberaubenden Kulisse des pompösen Museu National d’Art de Catalunya katapultieren über 3000 Düsen die Wassermassen in bis zu 54 Meter Höhe.

Am nächsten Morgen geht uns für uns zur Kathedrale Barcelonas. Bis 12:45 Uhr ist der Eintritt frei – ein guter Grund, um nicht allzu lange zu schlafen. Die am Pla de la Seu gelegene Kirche befindet sich mitten im gotischen Viertel der Stadt. Jeden Sonn­tag­mor­gen finden hier die Sardanas statt – dabei handelt es sich um typisch katalanische Tänze, die von den Bewohnern Barcelonas ganz spontan zu katalanischer Volksmusik getanzt werden.

Nach einem Fußmarsch entlang der Via Laietana endet unser Spaziergang im Stadtviertel Eixample beim Palau de la Música Catalana, das seit 1997 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Mit seinem imposanten Konzertsaal bietet der Musikpalast immer wieder Raum für klassische Konzerte.

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Palau de la Música Catalana

Den Sonntagabend lassen wir in einer der Bars im Las Arenas am Plaça d’Espanya ausklingen. In der ehemaligen Stierkampfarena, die mittlerweile zu einem Einkaufszentrum umfunktioniert wurde, verabschieden wir uns von unseren Lehrern, die am Montagvormittag mit den Schülern wieder nach Hause fliegen.

Ein Kommentar

  1. 27. September 2016

    DIe Basilika ist ja wirklich der Wahnsinn! Wie sowas Menschen wohl damals erbaut haben? Ich würde auch gern so eine tolle Kirche in meiner Nähe haben, aber naja, jetzt gehts aber eh schon wieder Richtung Ende bei euch zu. Ich hoffe ihr habt diesen Ort anständig gewürdigt 🙂

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