Ab ins Wochenende

Juhu, Wochenende! Nach unserer ersten Arbeitswoche nützen wir den Samstagmorgen, um uns auszuschlafen. Heute ist unser erster Tag in Barcelona, an dem uns beim Aufstehen nicht die Sonne entgegenlacht – der Himmel ist vollkommen mit Wolken bedeckt, ungewöhnlich für die katalanische Metropole am Mittelmeer. Zuerst noch betrübt ob der vermeintlich verbesserungswürdigen Wetterlage erkennen wir bald etwas Gutes darin. Durch die wahrhaft angenehme Temperatur von nur 24° Celsius können wir uns auf Barcelonas Sehenswürdigkeiten stürzen, ohne dass unser Gewand innerhalb kürzester Zeit einem vor Wasser triefenden Stofffetzen gleichkommt. Nach einer kurzen Abstimmung mit dem Reiseführer ist klar – heute geht es in den Park Güell, einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Der Weg von der Metro-Station Vallcarca – gelegen auf der grünen L3-Linie – bis hin zum Eingang des Parks führt uns durch das Stadtviertel Gràcia, ein alternatives Künstlerviertel mit dörflichem Charakter. Hier wechseln sich renovierte Wohnhausbauten mit teilweise verfallend anmutenden Gebäuden ab.

Im letzten Stück vor dem Eingang des Parks geht es steil bergauf – erleichtert wird der Aufstieg durch einige Freiluft-Rolltreppen. Vorbildlich wie immer verzichten wir natürlich auf die Rolltreppen und nehmen den Alternativweg – zu Fuß 😉

Der 17 ha große Park Güell wurde von Antoni Gaudí in den Jahren von 1900 bis 1914 erschaffen und gilt als dessen Hommage an die Natur. Die großzügige Anlage besteht aus zwei Zonen – einem frei zugänglichen Gebiet und der sogenannten Monumental Zone, welche nur nach Vorreservierung und Bezahlung betreten werden kann. Wir werden uns heute nur in ersterem aufhalten, der Eintritt in die Kernzone des Parks folgt zu einem späteren Zeitpunkt.

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Hauptplatz

Am höchsten Punkt des Parks angelangt genießen wir den herrlichen Panoramablick über Barcelona. Trotz des immer noch wolkigen Wetters kann man die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt erkennen, wie beispielsweise die Sagrada Família oder den Torre Agbar.

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Panorama vom höchsten Punkt des Parks

Am Rückweg zur Metro-Station dürfen wir zu unserer Freude feststellen, dass der Himmel sich langsam aufzulockern beginnt und auch erste Sonnenstrahlen durch die bis dato geschlossene Wolkendecke hindurchblinzeln. Motiviert von dem nun schöner werdenden Wetter geht es für uns weiter zum Plaça de Sant Jaume im gotischen Viertel, dem historischen und politischen Zentrum Barcelonas. Hier befinden sich zwei der wichtigsten Gebäude der Großstadt, zum einen der Palau de la Generalitat, welcher den Sitz der katalanischen Autonomieregierung beinhaltet.

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Palau de la Generalitat

Genau gegenüber findet man mit dem Ajuntament de Barcelona das Rathaus und somit den Sitz des Bürgermeisters. Der Plaça de Sant Jaume selbst ist oftmals Dreh- und Angelpunkt für viele verschiedene Veranstaltungen, ob es sich nun um politische Demos, Feierlichkeiten aller Art oder um einen Sieg des lokalen Fußballklubs FC Barcelona handelt.

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Ajuntament de Barcelona

Quer über die La Rambla begeben wir uns in eine Seitenstraße selbiger, und gelangen dort zum Palau Güell. Der prächtige Palast war einst von einem mächtigen Industriellen in Auftrag gegeben worden und war eines der ersten Werke Gaudís.

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Palau Güell

Wieder am Plaça de Catalunya angekommen, marschieren wir los in Richtung der Passeig de Gràcia, der Luxus-Einkaufstraße Barcelonas schlechthin. Von Gucci über Armani bis hin zu Louis Vuitton findet man hier alles, was das Herz der Reichen und Einkaufswilligen begehrt. Inmitten dieser prächtigen Straße stolpert man außerdem über die Casa Batlló, ein weiteres Bauwerk von Gaudí.

 

Ein Kommentar

  1. Richard Zöchbauer
    13. September 2016

    Na ich bin gespannt ob sich einer von euch was in der Passeig de Gràcia gekauft hat. 😀

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